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Hähnchenhalter wählen Stefan Teepker an die Spitze: "Wir brauchen eine echte Perspektive für uns Tierhalter"

Erschienen am 16.05.2019

Der Bundesverband bäuerlicher Hähnchenerzeuger e. V. (BVH) hat einen neuen Vorsitzenden. Einstimmig ist Stefan Teepker, 38-jähriger Landwirt aus Handrup im südlichen Emsland, von der Mitgliederversammlung in dieser Woche an die Spitze des Berufsverbandes der deutschen Hähnchenhalter gewählt worden. "Ich freue mich sehr darauf, mit meinem starken Vorstandsteam die Zukunft der Hähnchenhaltung in Deutschland aktiv mitzugestalten", bedankte sich Teepker vor den rund hundert Teilnehmern der Versammlung für das Vertrauen. "Unsere Aufgabe als Verband ist es, die tierwohlorientierte, nachhaltige und innovative Arbeit der deutschen Hähnchenhalter zu begleiten und zu unterstützen. Wir sind als Branche richtig gut aufgestellt - aber wir stehen auch vor gewaltigen Herausforderungen, die wir gemeinsam angehen wollen." Insbesondere in der Stärkung der Entwicklungsmöglichkeiten für die deutsche Erzeugung mit ihren hohen Standards sehe er eine wichtige Aufgabe seiner Arbeit als Vorsitzender, sagte Teepker und forderte hier auch die aktive Unterstützung der Politik ein: "Wir brauchen auch in Zukunft eine echte Perspektive für uns Tierhalter in Deutschland!"


Große Sorgen um die Zukunft der Hähnchenhaltung in Deutschland


Die Hähnchenhalter haben bei immer höheren Auflagen und immer strengeren Anforderungen große Sorgen um ihre Zukunft, das klang in der Versammlung immer wieder an. "Ein Wort zieht sich dabei wie ein roter Faden durch unsere Arbeit - und zwar das Wort Zielkonflikte. Die gegenläufigen Anforderungen zwischen Tierwohl und Umweltschutz ohne eine zufriedenstellende Lösung machen eine Planbarkeit für uns Tierhalter enorm schwierig", kritisierte Teepker ein fehlendes Gesamtkonzept im Rahmen der Nationalen Nutztierstrategie des BMEL. In seinem Jahresbericht hatte Teepker, bislang stellvertretender Vorsitzender des BVH, einige zentrale Herausforderungen aufgezeigt: Die Novelle der TA Luft, die Überlegungen zum staatlichen Tierwohlkennzeichen, das Hin und Her bei der Düngeverordnung, die Diskussionen um den Antibiotikaeinsatz und die starke Marktposition osteuropäischer Erzeuger bei einer fehlenden Kennzeichnung der Herkunft von Geflügelfleisch in der Gastronomie. Gerade die Herkunftskennzeichnung sei ein wichtiges Thema, so Teepker: "Denn Hähnchenfleisch ist bei den Deutschen beliebter denn je. Aber der Druck aus dem Ausland ist da! Und damit unsere hohen Standards überhaupt wahrgenommen werden, brauchen wir eine verlässliche Kennzeichnung auch in der Gastronomie."


Thomas Korte einstimmig zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt


Stefan Teepker folgt in der Funktion des BVH-Vorsitzenden auf Rainer Wendt, der sein Amt im Februar dieses Jahres niedergelegt hatte. Zum neuen stellvertretenden Vorsitzenden wurde Thomas Korte aus Surwold/Emsland gewählt. Neu im 15-köpfigen Vorstandsteam des BVH ist Peter Vollmers aus Stade. Nach 13 Jahren aktiven Engagements wurde Diedrich Dammann aus dem Vorstand verabschiedet.